Badische Zeitung

(...) Sehr natürlich und nuanciert ausgehorcht klang das Zusammenspiel der beiden preisgekrönten Spitzentalente, die ihr Programm mit einer Bearbeitung der Cellosonate c-Moll von Boccherini eröffneten. Der Gitarrist hat diese Sonate selbst bearbeitet und zeigte sein ausgewiesenes Gespür für die Klangkombination Cello und Gitarre. Ebenfalls in einer Fassung für diese Besetzung erklang Schuberts "Arpeggione"-Sonate, ursprünglich komponiert für das kuriose Instrument Arpeggione, eine Art Hybrid aus Cello und Gitarre. Mit großer melodischer Empfindungskraft leuchteten Szabó und Flowers die Sätze aus. Leidenschaftlich, mit feinem Bogenstrich, schöner melodischer Linie und warmem Klang legte sich die Cellistin in dieses eingängige Werk. In fließender Bewegung ging sie die Ecksätze an, innig und intim im lyrischen Spiel klang das Adagio. Zwischen Cello und Gitarre ergab sich ein feinfühliges Zusammenspiel von Virtuosität im Cello, sensibel im Gitarristischen, mit filigran gezupften Passagen. (...)